Axolotl gibt es in einer beeindruckenden Vielfalt von Farben und Mustern, die als Morphen bezeichnet werden. Jede Morphe ist das Ergebnis bestimmter genetischer Kombinationen, die sich auf die Pigmentierung auswirken.
In der Haut von Axolotl befinden sich fuenf verschiedene Typen von Farbzellen (Chromatophoren): Melanophoren (schwarz/braun), Xanthophoren (gelb), Iridophoren (glaenzend/reflektierend) und zwei weitere, die zusammenwirken und fuer die beeindruckende Farbpalette verantwortlich sind.
Gaengige Axolotl Morphen
Leucistic (Lucy)
Die beliebteste Morphe ueberhaupt. Leucistische Axolotl haben einen blassrosa bis weissen Koerper mit dunklen Augen. Ihre durchscheinende Haut laesst das Rosa der Blutgefaesse durchschimmern, besonders an den Kiemen. Sie sind keine Albinos, da sie dunkle Augenpigmente besitzen.
Wildtyp
Die natuerliche Faerbung, wie sie in der Wildnis vorkommt. Wildtyp-Axolotl sind dunkelbraun bis olivgruen mit goldenen Sprenkeln und hellerem Bauch. Dies ist die urspruengliche, genetisch vielfaeltigste Morphe.
Melanoid (Schwarz)
Melanoid-Axolotl sind einheitlich dunkelgrau bis schwarz ohne glaenzende Flecken. Sie besitzen vermehrt Melanophoren und keinerlei Iridophoren, was ihnen ein mattes, samtiges Erscheinungsbild verleiht.
Albino (Golden und Weiss)
Albino-Axolotl haben kein Melanin und erscheinen entweder goldgelb (Goldener Albino) oder reinweiss (Weisser Albino) mit roten bzw. rosafarbenen Augen. Sie reagieren empfindlicher auf Licht als andere Morphen.
GFP (Gruen Fluoreszierendes Protein)
GFP-Axolotl tragen ein Gen, das urspruenglich von Quallen stammt und sie unter UV- oder Blaulicht leuchtend gruen erscheinen laesst. Bei normalem Licht sehen sie identisch zu ihrer Basismorphe aus. GFP kann bei jeder Morphe vorkommen.
Kupfer (Copper)
Eine warme rotbraune Morphe mit helleren Flecken. Kupfer-Axolotl sind eine Form des Albinismus, bei der bestimmte Nicht-Melanin-Pigmente erhalten bleiben. Sie dunkeln mit dem Alter nach und sehen als adulte Tiere besonders eindrucksvoll aus.
Seltene und besondere Morphen
- Mosaik: Flicken aus zwei verschiedenen Farbmustern am selben Tier, verursacht durch genetischen Chimaerismus waehrend der Entwicklung. Kann nicht gezielt gezuechtet werden.
- Chimaere: Eine Koerperhaelfte zeigt eine Morphe, die andere eine andere, getrennt durch eine Mittellinie. Aeusserst selten.
- Piebald: Leucistische Basis mit unregelmaessigen dunklen Flecken am Koerper. Sehr gesucht.
- Firefly: Eine im Labor erzeugte Morphe, bei der der Schwanz unter UV-Licht leuchtet, der Rest des Koerpers aber nicht. Nicht bei normalen Zuechtern erhaeltlich.
- Enigma: Dunkler Koerper mit glaenzenden goldenen Flecken, sehr selten in der Hobby-Haltung.
- Lavendel: Eine blasse lila-graue Morphe, dezent und wunderschoen.
- Axanthisch: Keine Gelbpigmente vorhanden, was ein blaugraues Erscheinungsbild ergibt.
Wie funktioniert die Farbgenetik beim Axolotl?
Die Faerbung des Axolotl wird durch mehrere Gene bestimmt. Die vier wichtigsten genetischen Loci sind:
| Gen | Wirkung |
|---|---|
| D (dark) | Steuert die Dichte der Melanophoren |
| A (Albino) | Entfernt Melanin bei homozygot rezessiver Auspraegung |
| M (Melanoid) | Erhoeht Melanophoren, entfernt Iridophoren |
| Ax (Axanthisch) | Entfernt gelbe Pigmentierung |
Zuechter kombinieren diese Gene, um bestimmte Morphen zu erzeugen. Das Verstaendnis der Genetik hilft vorherzusagen, wie der Nachwuchs bestimmter Elternpaarungen aussehen wird.
Beeinflusst die Farbe die Haltung?
Die meisten Morphen benoetigen eine identische Pflege. Die einzige Ausnahme bilden Albino-Varianten (Goldener Albino, Weisser Albino), die aufgrund ihrer fehlenden Augenpigmente empfindlicher auf helles Licht reagieren. Halte die Beleuchtung gedaempft oder biete genuegend Verstecke fuer Albino-Axolotl.
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